Wozu braucht ein Unternehmen eine Identität?

Unternehmen entstehen nicht zufällig. Am Beginn steht der Wunsch, mit einem attraktiven Produkt oder einer Dienstleistung möglichst viele Menschen zufrieden zu stellen, die einen entsprechenden Bedarf haben.

Im Laufe der Zeit oder mit zunehmender Größe eines Unternehmens geraten die Ziele manchmal in Vergessenheit. Das kann zahlreiche Gründe haben: Neue Mitarbeiter, die den "Spirit" der Gründer nicht erlebt haben, kommen hinzu. Der Markt verlangt nach einer gewissen Zeit eine Anpassung der Unternehmensziele, und das wird nicht ausreichend im Unternehmen kommuniziert. Schließlich sind auch die "Gründerväter" selbst nicht davor gefeit, tief verstrickt im Tagesgeschäft das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Als Unternehmenspersönlichkeit bezeichnet man - vereinfacht ausgedrückt - alles, womit ein Unternehmen für die Außenwelt und für seine Mitarbeiter erkennbar wird: die Ziele; die Sachkompetenz; der Umgang mit Kunden, Mitarbeitern, Teilhabern und Nachbarn; natürlich auch graphische, optische, akustische Symbole, wie sie im Schriftverkehr und im Bereich Marketing und Werbung benötigt werden. Darunter fällt auch die - manchmal überzogen uniforme - Begrüßung am Telefon oder die einheitliche Berufskleidung und das Erscheinungsbild der Geschäftslokale.

Wichtig ist, dass es sich bei der äußeren Erscheinung eines Unternehmens um eine Konsequenz der Idee ("Spirit") handelt, der von allen Mitwirkenden gelebt wird. Der äußere Eindruck einer authentischen Unternehmenspersönlichkeit ist von seiner Kompetenz und vom Verhalten seiner Repräsentanten bestimmt. Der Versuch der Umkehr von Ursache und Folge, das heißt, der Versuch, über Zeichen und Symbole eine schwach ausgeprägte Unternehmenspersönlichkeit zu stärken oder gar zu ersetzen, war bisher in der Praxis nur manchmal erfolgreich. Wenigstens sollte man diese Vorgangsweise vorher genau überlegen und zur Sicherheit einen "Plan B" entwickeln.

Wodurch stärkt man eine Unternehmenspersönlichkeit? In der Praxis haben sich besonders die bereits genannten Faktoren als entscheidend erwiesen:

  • Hohe Sachkompetenz.
  • Qualitätsbewusstsein.
  • Empathie gegenüber den Kunden, Mitarbeitern, Teilhabern und Nachbarn.
  • Klare Zielsetzungen.
  • Angemessenes Selbstbewusstsein aller Mitarbeiter.
  • Hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen ("Wir-Bewusstsein", daraus folgend: Leistungsbewusstsein und geringe Fluktuation).
  • u.v.m.

Qualität hat ihren Preis, aber der ist - praktisch gesehen - selten ein Hindernis, wenn die Qualität stimmt. Und diese Qualität schützt das Unternehmen auch vor vermeidbaren Folgekosten, z.B. bei Gewährleistungsansprüchen der Kunden.

Übrigens: Wenn trotz aller Sorgfalt Fehler passieren und Kunden Mängel bekanntgeben, kann ein entsprechendes Fehlermanagement oft eine stärkere Kundenbindung erzeugen, als eine "normale", also kontinuierlich hochwertige Leistung. Erfolgreiche Unternehmen investieren daher in die Fehlerbehebung viel Energie. Auch die dafür notwendigen Vorkehrungen sind Teil der Unternehmenspersönlichkeit, die es zu stärken gilt.

Die planmäßige Entwicklung einer Unternehmenspersönlichkeit ist in der Regel besser bei erfahrenen Ratgebern aufgehoben, die eine unbelastete Außensicht auf das jeweilige Unternehmen mitbringen und auch die Zeit aufwenden können, die internen Abläufe genau und nüchtern zu analysieren, bevor Maßnahmen gesetzt werden. Ideato verfügt über große Erfahrung - und über die Bereitschaft, sie zum Nutzen der Klienten zur Verfügung zu stellen.

 

Back to Top